Estland
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Tallinn, die Hauptstadt Estlands, ist eine faszinierende Mischung aus mittelalterlichem Charme und modernem Flair. Die Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, ist ein wahres Juwel, das Besucher in eine andere Zeit versetzt. Mit ihren engen, gepflasterten Gassen, den gut erhaltenen Stadtmauern und den imposanten Türmen bietet Tallinn eine der beeindruckendsten Altstadtlandschaften in Europa.
Besonders hervorzuheben ist der Raekoja Plats, der Rathausplatz, auf dem sich das prächtige gotische Rathaus befindet. Rund um den Platz finden sich gemütliche Cafés, in denen man das historische Ambiente genießen kann. Von hier aus gelangt man auch zum Alexander-Newski-Kathedrale, einer russisch-orthodoxen Kirche mit beeindruckender Architektur und einer prachtvollen Kuppel.
Aber Tallinn ist nicht nur ein historisches Wahrzeichen, sondern auch eine lebendige, moderne Stadt. Die Telliskivi Kreativstadt ist ein Highlight für Kunst- und Kulturinteressierte: Hier findet man coole Galerien, kreative Start-ups und trendige Cafés. Das Kumu Kunstmuseum, das größte Kunstmuseum Estlands, zeigt sowohl estnische als auch internationale Kunst und bietet einen interessanten Kontrast zur Altstadt.
Ein weiteres Highlight von Tallinn ist der Lennusadam Seaplane Harbour, ein maritimes Museum, das in einem historischen Hangar untergebracht ist und spannende Ausstellungen zur Schifffahrt und zur Geschichte des Ostseeraums bietet.
Tallinn besticht also nicht nur durch seine Geschichte und Architektur, sondern auch durch seine pulsierende Kultur- und Kunstszene – eine perfekte Mischung aus Tradition und Innovation, die die Stadt zu einem einzigartigen Ziel für Kurzreisende macht.
Die älteste Apotheke in Tallinn ist die Raeapteek, die seit 1422 in Betrieb ist und sich im historischen Rathausplatz „Raekoja Plats“ in der Altstadt befindet. Sie ist nicht nur ein faszinierendes historisches Wahrzeichen, sondern auch eine der ältesten Apotheken Europas, die noch immer aktiv arbeitet.
Die Apotheke hat eine lange Geschichte und war ursprünglich als Ratsapotheke bekannt, da sie unter der Leitung des städtischen Rates stand. Sie versorgte nicht nur die Bewohner der Stadt mit Arzneimitteln, sondern spielte auch eine bedeutende Rolle in der medizinischen Versorgung der Region. Im Mittelalter wurden hier Kräuter, Tinkturen und Salben zur Behandlung von Krankheiten verkauft, und die Apotheke war auch ein Treffpunkt für Ärzte und Heiler.
Im Inneren der Apotheke ist eine interessante Sammlung von historischen Ausstellungsstücken zu finden, darunter alte Apothekergeräte, Fläschchen und Kräuterbehälter, die einen Einblick in die damalige Arzneimittelherstellung geben. Besonders bemerkenswert ist der Apotheken-Shop von heute, der noch immer eine Vielzahl traditioneller Heilmittel sowie moderne Produkte anbietet. Besucher können hier auch handgemachte estnische Kräuterprodukte oder historische Rezepte kaufen, die nach alten Rezepten hergestellt werden.
Ein weiteres Highlight ist das Apothekenmuseum. Dort wird die Geschichte der Pharmazie in Estland anschaulich dargestellt, von den mittelalterlichen Wurzeln bis hin zur modernen Pharmazie. Besonders faszinierend sind die alten Handschriften und Apothekerbücher, die die Entwicklung der Medizin und Arzneimittelproduktion dokumentieren.
Die Raeapteek ist also nicht nur ein historisches Gebäude, sondern auch ein lebendiges Stück Tallinns Geschichte, das Besuchern die Entwicklung der Apotheke und der Medizin in der Region näherbringt. Ein Muss für alle, die sich für die Geschichte der Stadt oder für die Entwicklung der Arzneimittelherstellung interessieren.
Das Schloss Kadriorg, auch als Schloss Katharinental bekannt, ist ein prächtiges Barockschloss in Tallinn, das 1718 vom russischen Zaren Peter dem Großen in Auftrag gegeben wurde. Es wurde zu Ehren seiner Frau Katharina I. erbaut und steht inmitten eines Parks, der ursprünglich nach dem Vorbild von Versales angelegt wurde. Der italienische Architekt Nicola Michetti entwarf das Schloss mit einem beeindruckenden Hauptsaal, dessen barocke Pracht als eines der besten Beispiele dieser Architektur in Neurdeuropa gilt.
Das Schloss galt als Sommerresidenz für Peter und Katharina, wurde aber nach dem Tod des Zaren 1725 seltener genutzt. Später wurde es von anderen russischen Zarinnen wie Elisabeth und Katharina der Großen für repräsentative Zwecke besucht.
Heute beherbergt es das Kadriorg-Kunstmuseum, das westeuropäische und russische Kunst vom 16. bis 20. Jahrhundert ausstellt.
Der Schlosspark ist ein beliebtes Ausflugziel und bietet neben seiner geometrischen Gestaltung auch Springbrunnen und gepflegte Blumenbeete.
Die Linnahall ist ein bekanntes Bauwerk in Tallinn. Es handelt sich um ein massives Betongebäude am Ufer der Ostsee, das während der Sowjetzeit erbaut wurde. Die Linnahall wurde ursprünglich als Mehrzweckhalle und Kulturzentrum konzipiert und war ein Prestigeprojekt für die Olympischen Sommerspiele 1980 in Moskau, da in Tallinn die Segelwettbewerbe stattfanden.
Der Jägala-Wasserfall ist der größte natürliche Wasserfall in Estland und ein beliebtes Ausflugsziel für die Einheimischen und Touristen. Er befindet sich etwa 25 Kilometer östlich von Tallinn am Fluss Jägala.
Er hat etwa eine Höhe von 8 Metern und eine Breite von 50 Metern.
Der Wasserfall fließt über eine Klippe aus Kalkstein. Diese Kalksteinfelsen gehören zu den ältesten geologischen Formationen in Estland.
Die malerische Umgebung macht den Wasserfall zu einem beliebten Ort für Fotografen.
Der Wasserfall ist leicht mit dem Auto von Tallinn aus erreichbar und bietet Parkmöglichkeiten. Ein kurzer Spaziergang führt direkt zu Aussichtspunkten, die verschiedene Perspektiven auf den Wasserfall ermöglichen.
Das Viru-Moor(Viru Raba) im Lahemaa-Nationalpark gehört zu den bekanntesten Moorlandschaften Estlands und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Naturliebhaber. Es liegt etwa 50 Kilometer östlich von Tallinn und bietet eine beeindruckende Kombination aus unberührter Natur und guter Erreichbachkeit.
Das Moor erstreckt sich über ein Fläche von etwa 235 Hektar und besitzt Torfschichten, die bis zu 6 Meter dick sind.
Ein 3,5 Kilometer langer Lehrpfad mit Holzstegen führt durch das Moor und erklärt dessen Ökoligie. Es gibt auch eine erweiterte Rundoute von 6 Kilometern.
Ein Aussichtsturm entlang des Weges ermöglicht einen fantastischen Überblick über die Moorlandschaft.
Auf der Halbinsel im Lahmeaa-Nationalpark in Estland befindet sich eine Gruppe von Felsen, die als „Käsmu Kivikülv“ bekannt sind. Einer dieser Findlinge ist der „Vana-Jüri rändrahn“.
Er ist etwa 7,5 Meter lang und 7,2 Meter breit und hat einen Umfang von 21,8 Metern. Mit seiner Höhe von 6,2 Metern ist er ein markantes geologisches Merkmal der Region und zieht sowohl Wanderer als auch Naturfreunde an. Die Umgebung um den Stein bietet Wanderwege, von denen aus sich wunderschöne Ausblicke auf die Landschaft und die Küste der Halbinsel genießen lassen.
